Die November-Monatsübung stand ganz im Zeichen der technischen Hilfeleistung. Ja wenn, da nicht dieser kleine Zwischenfall gewesen wäre. 19 Kameraden und eine interessierte junge Damen nahmen an dieser Übung teil.

Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen - so lautete das Übungsstichwort für die anwesende Mannschaft. Fahrzeuge wurden besetzt, ein Übungs-Einsatzleiter bestimmt und schon gings an die Übungsstelle.

Wie schon oft praktiziert, führt der Ü-EL die Ersterkundung durch und gibt seine Befehle an die Mannschaft weiter. Diese fängt sogleich mit den Arbeiten an. Einsatzstelle absichern, Brandschutz und Beleuchtung aufbauen, Geräteablageplatz vorbereiten. Alles funktioniert bis dahin sehr gut und ruhig. Auch das verunfallte Fahrzeug war rasch gesichert und eine Person, die unter dem Fahrzeug eingeklemmt war, konnte mittels Hebekissen schnell gerettet und der "Rettung" zur weiteren Betreuung übergeben.

Eine zweite Person war im Fahrzeug eingeklemmt und konnte nicht parallel zur ersten Person befreit, sondern musste im Anschluss gerettet werden. Die Vorgabe war, um es nicht ganz zu einfach zu machen, dass es eine Heckrettung sein soll. Und da plötzlich "alle Mann zurück" kommt es vom Ü-EL. Sofort legten alle am Geschehen Beteiligte die Gerätschaften nieder und begaben sie in sichere Entfernung.

Ein gefährlicher Stoff tauchte im Kofferraum auf. Da keine Zeit mehr für einen kurzen Blick auf den Kanister blieb, rüsteten sie zwei Mann mit Säureschutzanzügen und schwerem Atemschutz aus und konnten den Stoff rasch identifizieren und bergen.
Die Betreuung der verletzten noch eingeklemmten Person musste in dieser Zeit unterbrochen werden. Nachdem beim gefährlichen Stoff Entwarnung gegeben werden konnte, wurde die Person wie geplant über das Fahrzeugheck gerettet.

Sehr positiv und diszipliniert verlief die gesamte Übung, was schließlich zu einem guten Übungsverlauf verhalf.

Begleitet wurde die gesamte Übung von einer jungen Dame, die sich am Beginn der Übung vorstellte, sie wohne jetzt in Meggenhofen und sei selbst bei der Feuerwehr in Passau tätig. Aufmerksam verfolgte sie das Geschehen und konnte an und ab auch gleich selbst mitanpacken. Abschließend stellte sie den Kameraden der Feuerwehr Meggenhofen, die "noch" eine reine Männerdomäne ist, ein sehr gutes Zeugnis aus.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn mehr Personen diesen Schritt wagen würden und von sich aus auch auf uns zukommen würden. Die Feuerwehr Meggenhofen führt jährlich einen Informationsabend durch, bei dem sich Freiwillige zwischen 16 und 65 Jahren melden können und ihr Interesse kundtuen können.

 

Noch einen herzlichen Dank an die Übungsvorbereiter für diesen gelungenen Übungsabend.

Zusätzliche Informationen